The Fish! Philosophy – Motivation mal ganz anders.

Es gibt viele Arbeitsplätze, an denen es kein Spaß macht seine eigenen Fähigkeiten wirklich einzubringen, an denen alle demotiviert scheinen und nur darauf warten, dass der Feierabend endlich in Sicht ist.

Daher ist das Thema Motivation ein immer wichtigeres und aktuelleres Thema. Mehr und mehr Leute beschäftigen sich damit und versuchen herauszufinden wie man am Besten Mitarbeiter und Angestellte motivieren kann um Produktivität, Innovation und Effizienz im Unternehmen zu maximieren.

In ihrem Buch „Fish! – Ein ungewöhnliches Motivationsbuch“ haben sich Lundin, Paul und Christensen erfolgreich mit diesem Thema auseinander gesetzt. 

Im Folgenden möchte ich daher eine kurze Zusammenfassung über das meiner Meinung nach sehr spannende und anregende Konzept geben, welches in diesem Buch vorgestellt wird.

Inspiriert wurden die Autoren von den Verkäufern auf dem Pike Place Fish Market in Seattle. Diese schienen außergewöhnlich motiviert und hatten vor allem sehr viel Freude an ihrer Arbeit. Sich gegenseitig Fische zuzuwerfen und sehr stark auf den Kunden einzugehen, gehören hier zur täglichen Arbeit dazu.

Im Buch werden 4 Prinzipien herausgearbeitet, die es ermöglichen sollen, im beruflichen Alltag glücklicher zu werden. Wie schon erwähnt dienen hier die Fischverkäufer vom Pike Place Fish Market als Modell.

Um sich deren Arbeit noch ein bisschen besser vorstellen zu können, hier ein kurzes Video.

Die 4 Fish-Prinzipien lauten wie folgt:

1) Play – An jedem Arbeitsplatz ist es möglich eine Vielzahl von Spielarten umzusetzen, diese lockern die Atmosphäre auf und Ergebnisse werden leichter erzielt.

2) Make their Day – Anderen etwas Gutes tun und ihnen Freude bereiten verbessert die Arbeitsatmosphäre.

3) Be present – Immer mit den Gedanken da sein, das ist eine wichtige Vorraussetzungen um erfolgreich zu sein, bei jeder Tätigkeit.

4) Choose your Attitude – Dies soll nicht heißen, dass die eigene Stimmung immer positiv sein muss, frei gewählt hingegen sollte sie  immer sein, ansonsten gerät man leicht in einen Strudel negativen Denkens.

So, aber wie funktioniert nun dieses Motivationskonzept?

Im Grunde ist es ganz simpel. Man hat so viel Freude am Arbeitsplatz, wie man sich selbst macht. Ob die Arbeit Spaß macht, oder nicht, liegt ganz alleine an einem selbst und an der eigenen Einstellung.

Das Besondere an diesem Ansatz ist, dass diese Weisheit amüsant und unterhaltsam über die Metapher der Fischverkäufer präsentiert wird und man daher ganz alleine Lust auf mehr Spaß bei der eigenen Arbeit bekommt.

Bei diesem Konzept wird außerdem davon ausgegangen, dass die Änderung eines Einzelnen, die Ansteckung der MitarbeiterInnen bzw. KollegInnen bedeutet.

Ob mehr Unternehmen sich an diesem Konzept orientieren sollte,n ist nun die Frage. Und auch, ob es wirklich den versprochenen Erfolg mit sich bringt, nämlich besser motivierte MitarbeiterInnen, die viel produktiver arbeiten und somit den Erfolg des Unternehmens beeinflussen.
Wie wirkungsvoll dieses Motivationskonzept nun ist, muss jedoch jeder für sich selbst entscheiden.

Ich allerdings, möchte abschließend sagen, dass das Fish-Konzept nichts Neues präsentiert, jedoch auf eine Art und Weise, wie es sie davor noch nicht gegeben hat, und das ist die Stärke dieses Konzepts. Denn auch die besten Weisheiten bringen nichts, wenn sie nicht auch gut verpackt sind.

Ich hoffe auch ihr findet Gefallen an diesem außergewöhnlichen Konzept und gebt mir Feedback dies bezüglich.

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Quellen:
http://www.fischmotivation.at/noframes/
http://www.michael-herzig.de/fish-philosophie-mitarbeiter-motivation-kundenorientierung.htm

Bild:
http://www.fischmotivation.at/fish4.gif

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Veröffentlicht am 12. Mai 2011 in Strategisches Management und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 4 Kommentare.

  1. Sehr sehr interessanter Artikel.

    Allerdings frage ich mich, wie das im Unternehmen umgesetzt werden soll….
    Es müsste ja mindestens eine Person geben, welche die „gute Laune“ auf die anderen überträgt. Und diese Person müsste solch eine enorme positive Einstellung haben, dass sie auch mehrere Personen damit erreicht. Zudem muss ja auch beachtet werden, dass es auch viele negativ gesinnte Personen im Unternehmen gibt, welche die positive Athmosphäre entgegen wirken.
    Was für eine Rolle spielen dabei die Manager?

  2. Ich finde, dass das Fish-Konzept auch ein interessanter und lobenswerter Ansatz ist, aber ich denke nicht, dass das auf jeden Betrieb, bzw. jede Branche übertragbar ist. Wenn ich in eine Bank gehe um einen Kredit zu beantragen oder ähnliches, dann sollten die Mitarbeiter zwar gut gelaunt, motiviert und auch freundlich sein, jedoch würde mich bestimmt die Sachlichkeit in einer „Fish-Konzept-Bank“ fehlen. Denkst du, dass es Branchen gibt, bei denen dieses Konzept durchgängig umsetzbar oder garnicht durchführbar ist?

  3. Hallo feuerherz, hallo skydriver,

    zuerst einmal bedanke ich mich für euer Feedback. Ich werde jetzt nochmal versuchen auf eure Bedenken bzw. Fragen einzugehen.

    Das Fish-Konzept ist selbstverständlich nur ein Konzept und auch ich denke, dass es schwer ist dies in allen Unternehmen gleichermaßen erfolgreich umzusetzen. Wenn wir auf das Beispiel Bank gucken, ist es offensichtlich etwas problematisch, allerdings denke ich, dass auch dort Motivation und Lebensfreude oft fehlen. Die Seriosität soll natürlich nicht darunter Leiden, dennoch sollten die Mitarbeiter auch dort Spaß an ihrer Arbeit haben. Denn darum geht es: Spaß an der Arbeit heißt höhere Produktivität.

    Wenn wir jetzt dazu kommen wer die Rolle des „gut Gelaunten“ in einem Unternehmen übernehmen sollte, würde ich sagen, dass das „egal“ ist, da jeder damit anfangen kann. Auch wenn es vermutlich Mitarbeiter gibt, die versuchen dagegen zu wirken, denke ich, dass es auf Dauer Wirkung zeigen wird. Denn man bekommt immer das zurück, was man auch gibt.

    Auch wäre es natürlich gut, wenn Manager und andere Führungsposition dieses Konzept unterstützen und eine Art „führende Hand“ werden, an die sich alle Mitarbeiter richten können. Sie würden als Vorbilder agieren und selbst das Fish-Konzept leben.
    Natürlich wäre das die Idealvorstellung.

    Ich hoffe mein Kommentar hilft euch etwas weiter.

  4. Hallo Zusammen,

    ich bin Banker und setzte das Buch derzeit erfolgreich in meiner Filiale um. Jeder Mitarbeiter hat einen Papfish an seinem Arbeitsplatz um an das Buch erinnert zu werden.
    Wir sprechen jeden Monat darüber. Spaß haben wir durch viele Dinge in den Pausen und neben der Arbeit, aber auch immer wieder zwischendurch.
    Auch anderen eine Freude machen klappt in einer Bank wunderbar.
    Ihre Einstellung haben meine Mitarbeiter gewählt…aber wir sind noch nicht am Ende…aber der Kunde merkt eine positive Veränderung…

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